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Vielen herzlichen Dank an die Firma BIOPUR in Bad Dürkheim für die großzügige Futterspende!!!!


Neuerung zur Schildkrötenhaltung: Beschluss der Europäischen Union

Mehr Informationen finden Sie hier:
Bereits zum 1. Januar 2015 trat eine Verordnung der Europäischen Union Nr. 1143/2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten in Kraft. Ziel dieser Verordnung ist es, dass invasiv eingeführte Arten nicht mehr in der Europäischen Union weiterverbreitet werden dürfen. Bislang lag eine entsprechende Liste betroffener Tier- und Pflanzenarten nicht vor, so dass die Verordnung keine Auswirkungen für uns Tierhalter hatte. Dies hat sich nunmehr geändert! Mit Folgen für die Halter von Schmuckschildkröten! Diese Liste liegt vor und ist ab 01.08.2016 in der Europäischen Union bindend. Insgesamt umfasst die Liste derzeit 37 Pflanzen- und Tierarten. Gelistet wurden neben div. anderen Tierarten auch die Schmuckschildkrötenarten (lat. Trachemys scripta) Gemäß Artikel 7 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 sind somit ab dem 1. August 2016 die Anschaffung, Haltung, Vermehrung und Weitergabe von Schmuckschildkröten verboten! Für Halter von Schmuckschildkröten ergeben sich hierdurch erhebliche Konsequenzen. Gemäß Artikel 31 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 gilt für im Privatbesitz gehaltenen Schmuckschildkröten, dass die Tiere, die vor dem 01.08.2016 im Besitz waren, bis zu ihrem Lebensende weiter gepflegt werden dürfen, wenn der Halter versichert, dass er mit den Tieren nicht züchtet und dass die Tiere ausbruchssicher untergebracht sind. Eine Verpflichtung zur Meldung dieser Tiere bei der zuständigen Behörde besteht noch nicht, diese könnte noch kommen. Allerdings empfiehlt es sich bereits jetzt, dass jeder Halter von Schmuckschildkröten, der seine Tiere weiterhin pflegen möchte, diese vorsorglich bis zum 31.07.2016 bei seinem zuständigen Amt meldet. So kann er auf jeden Fall nachweisen, dass die Tiere bereits vor dem 01.08.2016 angeschafft wurden. Ab diesem Tag ist es auch nicht mehr möglich, eine Schmuckschildkröte zu vermitteln. Schmuckschildkröten müssen in Einrichtungen gem. Artikel 8 der Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 untergebracht werden. Ob dies Tierheime und Auffangstationen sein werden, und was dann mit diesen Tieren passieren wird, muss man abwarten. Im Zweifel empfiehlt es sich, sich an die zuständige Meldebehörde zu wenden. Der Privathalter (auch der privat engagierte Tierschützer mit einer Notaufnahmestelle für Wasserschildkröten) darf ab dem 01.08.2016 keine neue Schmuckschildkröte, also weder Fundtier, Abgabetier noch gezüchtetes und gekauftes Tier aufnehmen. Bitte beachten Sie dies und informieren ggf. von dieser Neuerung betroffene Schildkrötenhalter!

Hier finden Sie die wichtigen Links zu diesem Thema:

Verordnung des Europäischen Parlaments

Artenliste


 

Lesen Sie hierzu auch unter 'Projekte' mehr zum Thema Herrenlose Katzen in Deutschland.