Papierhalsbänder - die einfache Alternative zum Chip

 

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Da es in letzter Zeit häufig, zum Beispiel bei schwarzen oder getigerten Katzen, zu Verwechslungen kam, möchten wir ein uns am Herzen liegendes Thema ansprechen:


Wir hatten vor kurzem zwei Senioren-Katzen, die aufgrund ihres kranken Aussehens seit dem vorigen Jahr mehrfach von aufmerksamen Menschen aufgenommen und an uns übergeben wurden. Da beide nicht gechipt waren, sind wir (vor allem wegen ihres Zustandes) immer davon ausgegangen, dass es sich um Streunerkatzen handelt. Also folgte darauf ein Besuch beim Tierarzt und erst einmal die Aufnahme auf einer unserer Pflegestellen. Manchmal haben sich die Besitzer dann noch am selben Tag oder wenige Tage später gemeldet. Beim ersten Mal war es noch in Ordnung, aber irgendwann ärgern sich selbstverständlich die Besitzer. Schließlich kümmern sie sich um ihre Tiere, möchten ihnen allerdings auch noch ihren Freigang gewähren. Aber ein altes Tier noch chippen lassen? Da müssen die Finder doch zum Tierarzt gehen oder den örtlichen Tierschutzverein mit Chiplesegerät um Hilfe bitten, oder? 

 

Wir haben im Internet eine schöne Alternative gefunden: Papierhalsbänder!
Die Herstellung ist zum Beispiel auf www.happycat.tips/ gut beschrieben. In Leuchtfarben (fluoreszierend) wird sogar noch ein gewisser Schutz im Dunkeln geboten.

 

Aber was muss man alles auf dem Halsband angeben? Die Adresse oder sogar noch mehr private Daten? 
Nein, denn eine Handynummer reicht schon aus. Damit kann sich der Finder kurz per Telefon beim Besitzer melden, um sich zu erkundigen, ob es dem Tier gut geht, wenn es beispielsweise verwirrt aussieht. Wir finden, dass das eine tolle Idee ist! Es erspart den Besitzern und gegebenenfalls auch den Findern einiges an Stress! 

 

Trotzdem möchten wir hiermit niemanden entmutigen, sich bei uns wegen kranken oder verletzten Tieren zu melden, denn: Lieber einmal zu oft an uns wenden, als einem Tier nicht zu helfen!


UPDATE: Wir freuen uns, dass unser Tierhilfe-Team einen großen Artikel zu einem unserer Herzensthemen in der Rheinpfalz veröffentlichen durfte! 

„Tierhilfe rät: Katzen und Hunde so kennzeichnen, dass man sie identifizieren kann

Dass weggelaufene Katzen und Hunde wieder zu ihren Besitzern zurückkommen – das ist eine der Aufgaben der Tierhilfe Bad Dürkheim/Freinsheim. Der Verein rät: Chips oder Tätowierungen helfen bei dem Weg nach Hause.

Ist die Katze nicht auffindbar, bringt ein Anruf bei der Tierhilfe oft diese Unterhaltung: „Wie sieht sie denn aus?“ Antwort „Schwarz.“ – „Ist sie gechipt oder tätowiert?“ – „Nein.“ Gerade die Zuordnung bei schwarzen oder getigerten Katzen ist laut Tierhilfe schwierig, sofern sie keine weiteren Merkmale aufweisen. Grundsätzlich gilt, dass Tiere, die nicht gekennzeichnet sind, schwerer wieder nach Hause kommen.

Als letzte Hoffnung bleiben oft nur Vermisstenmeldungen bei der Polizei oder Aufrufe im Internet mit Bildern der gefundenen oder gesuchten Tiere. Deshalb rät die Tierhilfe, Katze und Hund so zu kennzeichnen, dass sie zweifelsfrei identifiziert werden können. Neben dem Einpflanzen eines Chips ist das durch eine Tätowierung in den Ohren oder durch ein Halsband mit den Daten der Besitzer möglich. Dadurch sei zwar nicht garantiert, dass das Tier zurückkomme, aber die Chancen seien höher, heißt es vom Verein.

Tätowierung

Eine Tätowierung muss unter Narkose durchgeführt werden. Sie ist sofort ersichtlich, kann aber mit den Jahren verblassen. Üblicherweise wird in einem Ohr das Ortskennzeichen (eventuell mit Jahreszahl) und im anderen Ohr ein Tierarztkürzel und eine Folgeziffer tätowiert. Am besten erkennt man sie, wenn man das Ohr von hinten mit einer Lampe anstrahlt. Die Tätowierung ist durch die Vielzahl der Codes aber nicht immer eindeutig. Der Tierarzt führt über die Tätowierungen Buch, und so kann der Besitzer ausfindig gemacht werden. Seit 2012 reicht diese Art der Kennzeichnung bei Reisen in Länder der Europäischen Union nicht mehr aus.

Halsband

Anhand einer Marke am oder im Halsband sind die Besitzerdaten ersichtlich und der Finder kann leicht Kontakt aufnehmen. Es ist aus der Ferne zu erkennen, dass es sich nicht um einen Streuner handelt. Gerade Freigänger-Katzen tragen kaum Halsbänder, weil das Risiko groß ist, dass die Katze mit dem Halsband hängenbleibt, sich stranguliert und nicht mehr befreien kann. Deshalb sollte es sich schnell lösen, was es aber auch leicht zu verlieren macht.

Die Tierretter haben eine tierfreundliche Alternative: Das Halsband selbst herstellen, zum Beispiel aus Chromoluxpapier, das es in Bastel- oder Kopierläden gibt. Auf einen etwa einen Zentimeter breiten Streifen schreibt man die wichtigsten Daten des Besitzers. So kann ein Finder schnell Kontakt aufnehmen. Der Papierstreifen sollte so lang sein, dass er der Katze im geschlossenen Zustand über den Kopf gestreift werden kann. Die Enden werden etwa einen Zentimeter überlappend mit einem Streifen Klebeband verschlossen. Wählt man ein fluoreszierendes Material, wird die Katze im Dunkeln besser gesehen. Fällt der Streifen ab oder wird von der Katze abgestreift, kann er ohne große Kosten neu angefertigt werden. Bleibt eine Katze daran hängen, löst sich der Klebestreifen und sie kann sich befreien.

Chip

Obwohl laut Tierhilfe die richtige Bezeichnung Transponder wäre, hat sich der Begriff „Chip“ eingebürgert. Der Tierarzt setzt den Chip über eine dickere Kanüle an der linken Halsseite ein. Dazu braucht das Tier keine Narkose. Der Chip kostet etwa 30 Euro und garantiert eine eindeutige Zuordnung von Katzen, Hunden und Frettchen. Er ist bei Fahrten in EU-Länder seit 2012 vorgeschrieben. Bei Hunden hängt es vom Bundesland ab, ob sie auch im Inland gechipt werden müssen. In Rheinland-Pfalz muss die Kennzeichnung nur erfolgen, wenn der Hund von den Landesbehörden als gefährlich eingestuft wurde.

Wer übrigens eine Hunde- oder Katzenklappe für seinen Vierbeiner hat, kann per Chiperkennung steuern, welche Tiere ins Haus dürfen. So bleibt der neugierige Nachbarskater draußen. Der Nachteil des Chips: Es ist ein Lesegerät nötig, das Tierärzte und die meisten Tierschutzvereine besitzen. Zu orten ist das Tier über den Chip übrigens nicht.

Registrierung

Tätowierung oder Chipdaten können dann vom Besitzer bei Haustierregistern wie Tasso, Ifta oder Findefix eingetragen werden. Wichtig ist, die Daten beispielsweise bei einem Umzug oder Besitzerwechsel zu aktualisieren.

Laut Tierhilfe „traurige Realität“: Überfahrene Katzen werden nach Meldung von der Straßenmeisterei oft schnell entsorgt, ohne nach dem Besitzer zu suchen. Doch es gibt mittlerweile viele Menschen, die überfahrene Katzen melden. Mitglieder von Tierschutzorganisationen fahren an den Unfallort, bergen die Katze und prüfen, ob sie gechipt ist. So hält es auch die Tierhilfe. Es sei „ein trauriger Tag für die Katzenbesitzer, wenn sie ihren toten Liebling abholen“. Aber das sei nicht so schlimm „wie die Ungewissheit, wenn ein Tier einfach so verschwindet und man nicht weiß, was passiert ist“."

 

Quelle: https://www.rheinpfalz.de/lokal/kreis-bad-duerkheim_artikel,-tierhilfe-r%C3%A4t-katzen-und-hunde-so-kennzeichnen-dass-man-sie-identifizieren-kann-_arid,5092124.html (Zugriff: 29.07.2020 um 09:46 Uhr)